Kurzschlussberechnung

Für Betriebsleiter, technischer Leiter & Geschäftsführer

Kurzschlussberechnung – Kurzschlussströme sicher bewerten

Professionell, schnell und flexibel seit über 25 Jahren

Ihre Vorteile

Normkonform nach DIN EN 60909: Wir berechnen Kurzschlussströme nach dem anerkannten Ersatzspannungsquellenverfahren der DIN EN 60909 – sowohl den maximalen als auch den minimalen Kurzschlussstrom, je nach Fragestellung.

Alle Kurzschlussarten abgedeckt: Dreipoliger Kurzschluss zwischen allen drei Außenleitern, einpoliger Kurzschluss (Erdschluss) zwischen Außenleiter und Neutralleiter bzw. Erde, zweipoliger Kurzschluss – wir ermitteln die relevanten Kurzschlussströme für jede Fehlersituation.

Belastbarkeit nachgewiesen: Wir prüfen die thermische Kurzschlussfestigkeit von Kabeln, Leitungen und Sammelschienen sowie die Schaltkapazität Ihrer Überstromschutzeinrichtungen, Leistungsschalter und Sicherungen.

Nahtlose Schutzkoordination: Die Kurzschlussberechnung ist die Basis für die Auswahl und die selektive Abstimmung Ihrer Schutzeinrichtungen. Bei uns greifen Netzberechnung, Kurzschlussberechnung und Selektivitätsberechnung ineinander.

Nachvollziehbare Dokumentation: Alle Berechnungsergebnisse und Werte werden übersichtlich aufbereitet – als Nachweise für Prüfungen, Audits und Ihre interne Dokumentation.

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Warum ist eine Kurzschlussberechnung so wichtig?

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Wie funktioniert eine Kurzschlussberechnung?

Das Grundprinzip der Kurzschlussberechnung in der Elektrotechnik ist die Bestimmung des Kurzschlussstroms anhand der Nennspannung und der Gesamtimpedanz im Kurzschlusspfad. Die zugrunde liegende Formel lautet vereinfacht: Ik = Un / Zk – der Kurzschlussstrom (Ik´3, Ik´1) ergibt sich aus der Nennspannung (Un) geteilt durch die Kurzschlussimpedanz (Zk).

Die Gesamtimpedanz Zk setzt sich aus den Widerständen (R) und Blindwiderständen (X) aller Komponenten im Kurzschlusspfad zusammen – vom vorgelagerten Netz über Transformatoren, Sammelschienen und Kabel bis zum Kurzschlussort. Jede Komponente trägt mit ihrem spezifischen Widerstand und Blindwiderstand zur Impedanz bei:

Transformatoren

Die Kurzschlussspannung eines Transformators (typisch 4–6 % bei Verteiltransformatoren) bestimmt maßgeblich seinen Impedanzbeitrag. Transformatoren mit höherer Leistung haben in der Regel niedrigere Innenimpedanzen, was zu höheren Kurzschlussströmen auf der Unterspannungsseite führt.

Kabel und Leitungen

Längere Kabel erhöhen die Gesamtimpedanz und reduzieren damit den Kurzschlussstrom am Kurzschlussort. Größere Kabelquerschnitte verringern dagegen den Widerstand und erhöhen den Kurzschlussstrom. Die Impedanz von Kabeln und Leitungen wird über den Außenleiter- und Neutralleiterwiderstand berechnet.

drei

Vorgelagertes Netz

Die Kurzschlussleistung am Netzverknüpfungspunkt bestimmt die Impedanz des vorgelagerten Netzes. Dieser Wert wird in der Regel vom Netzbetreiber bereitgestellt.

In der Praxis werden diese Parameter für jeden Abschnitt des Stromkreises ermittelt und die Impedanzen schrittweise zusammengeführt. Die Summe aller Widerstände und Blindwiderstände in Reihe ergibt die Gesamtimpedanz – daraus lässt sich der Kurzschlussstrom für jeden beliebigen Punkt in der Anlage berechnen.

Welche Kurzschlussarten werden berechnet?

Je nach Netzform und Fehlersituation treten unterschiedliche Kurzschlussarten auf. Die Kurzschlussstromberechnung nach DIN EN 60909 unterscheidet im Wesentlichen:

Dreipoliger Kurzschluss – symmetrischer Kurzschluss zwischen allen drei Außenleitern. Liefert in der Regel den höchsten Kurzschlussstrom und ist maßgebend für die Dimensionierung von Schaltanlagen, Sammelschienen und die Auswahl von Leistungsschaltern.

Einpoliger Kurzschluss (Erdschluss) – Verbindung eines Außenleiters mit dem Neutralleiter oder dem Schutzleiter. Bestimmt in Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetzen häufig den minimalen Kurzschlussstrom und ist entscheidend für den Nachweis der Abschaltbedingungen – löst die Überstromschutzeinrichtung noch zuverlässig aus?

Zweipoliger Kurzschluss – Kurzschluss zwischen zwei Außenleitern. Relevant für die Bewertung unsymmetrischer Belastungen und Schutzmaßnahmen.


Für jede Kurzschlussart ermitteln wir die relevanten Kenngrößen: den Anfangskurzschlusswechselstrom (I“k), den Stoßkurzschlussstrom (ip) und den thermisch wirksamen Kurzschlussstrom (Ith) – die drei entscheidenden Werte für die Auslegung Ihres Kurzschlussschutzes. Der Anfangskurzschlusswechselstrom ist dabei die Basis für alle weiteren Berechnungen.


Jede dieser Kurzschlussarten wird sowohl für den maximalen als auch für den minimalen Kurzschlussstrom berechnet. Der maximale Kurzschlussstrom ist maßgebend für die Belastbarkeit von Betriebsmitteln und Schaltanlagen, der minimale für den Nachweis, dass die Schutzeinrichtungen auch bei einem kleinen Kurzschluss sicher und innerhalb der geforderten Abschaltzeit auslösen.

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Unsere Beratung für Ihre spezifischen Anforderungen

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Wir unterstützen Sie dabei, höchste Sicherheitsstandards zu etablieren und Sicherheitsrisiken systematisch zu minimieren. Mit unserer Hilfe können Sie sicherstellen, dass Ihre elektrischen Anlagen den geltenden Normen und Vorschriften entsprechen.

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Sie können sich darauf verlassen, dass Sie alle relevanten gesetzlichen Anforderungen und Vorschriften erfüllen. Wir unterstützen Sie dabei, Haftungsrisiken zu minimieren und eine lückenlose, gerichtsfeste Dokumentation zu erstellen.

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Kurzschlussschutz – welche Schutzmaßnahmen spielen eine Rolle?

Die Kurzschlussberechnung ist die Grundlage für die Planung und Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen. Ziel des Kurzschlussschutzes ist es, im Fall eines Kurzschlusses den Stromfluss schnell und sicher zu unterbrechen, bevor Schäden an der Anlage oder Gefährdungen für Personen entstehen. Folgende Überstromschutzeinrichtungen spielen dabei eine zentrale Rolle:

Sicherungen (Schmelzsicherungen): Unterbrechen den Stromkreis durch Aufschmelzen eines Schmelzleiters. Die Auswahl der richtigen Sicherung hängt vom maximalen Kurzschlussstrom und den thermischen Faktoren der zu schützenden Leitung ab.

Leistungsschalter: Schalten den Kurzschlussstrom elektromechanisch oder elektronisch ab. Unterschieden wird zwischen Kompaktleistungsschaltern (MCCB) und offenen Leistungsschaltern (ACB), die in der Hauptverteilung und bei hohen Kurzschlussströmen eingesetzt werden. Moderne Leistungsschalter verfügen über eine LSIG-Auslösecharakteristik: L (Überlastschutz, lang verzögert), S (Kurzschlussschutz, kurz verzögert und einstellbar für Selektivität), I (unverzögerter Kurzschlussschutz bei sehr hohen Strömen) und G (Erdschlussschutz). Die Schaltkapazität muss mindestens dem maximalen Kurzschlussstrom am Einbauort entsprechen.

Leitungsschutzschalter (Überstromschutzeinrichtungen): Schützen Kabel und Leitungen sowohl vor Überlast als auch vor Kurzschluss. Der Überlastschutz und der Kurzschlussschutz werden über unterschiedliche Auslösemechanismen realisiert.
Die Selektivität zwischen den Schutzebenen – also die Abstimmung der Überstromschutzeinrichtungen aufeinander – ist dabei ein entscheidender Faktor: Nur wenn die Schutzeinrichtung direkt vor der Fehlerstelle auslöst und nicht eine übergeordnete, bleibt der Rest der Anlage im Betrieb. Diese Abstimmung erfolgt in der Selektivitätsberechnung.

Welche Faktoren beeinflussen den Kurzschlussstrom?

Nennspannung und Kurzschlussleistung: Je höher die Spannung und die Kurzschlussleistung des vorgelagerten Netzes, desto höher der potenzielle Kurzschlussstrom.

Transformatoren: Die Kurzschlussspannung und die Leistung des Transformators bestimmen seinen Impedanzbeitrag. Ein Transformator mit niedriger Kurzschlussspannung lässt höhere Kurzschlussströme durch.

Kabel und Leitungen: Länge, Querschnitt und Material der Kabel beeinflussen den Widerstand im Kurzschlusspfad. Längere Leitungen und kleinere Querschnitte erhöhen die Impedanz und senken den Kurzschlussstrom.

Temperatur: Der Widerstand von Leitern ändert sich mit der Temperatur. Für den maximalen Kurzschlussstrom wird mit der Betriebstemperatur, für den minimalen mit erhöhter Temperatur gerechnet – ein wichtiger Faktor für die Bestimmung der Abschaltbedingungen.

Spannungsfaktor: Nach DIN EN 60909 wird ein Spannungsfaktor c angesetzt, der zulässige Spannungsabweichungen berücksichtigt – für Niederspannung typischerweise c = 1,0 (minimaler Kurzschlussstrom) bzw. c = 1,05 (maximaler Kurzschlussstrom).

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Was unsere Kunden sagen

Wann wird eine Kurzschlussberechnung benötigt?

Bei Neuplanung und Erweiterung von Anlagen — damit Schutzeinrichtungen, Kabel und Schaltanlagen von Anfang an für die auftretenden Kurzschlussströme dimensioniert sind.

Bei Änderungen an der Einspeisung — wenn sich die Kurzschlussleistung am Netzverknüpfungspunkt ändert, etwa durch einen Trafowechsel oder eine geänderte Netzeinspeisung.

Zur Prüfung bestehender Systeme — wenn die thermische Kurzschlussfestigkeit von Kabeln und Sammelschienen nachgewiesen oder die Schaltkapazität vorhandener Überstromschutzeinrichtungen überprüft werden muss, etwa in älteren Gebäuden oder nach Umbauten.

Vor Prüfungen und Audits — wenn normkonforme Kurzschlussstromberechnungen als Nachweis für Sachverständige oder Behörden benötigt werden.

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Warum SMART ENGINEERS?

Als Ihr vertrauenswürdiger Partner im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der Elektro- und Energieindustrie bekommen Sie umfassende Dienstleistungen in der Planung, Projektierung und Dokumentation von elektrischen Ausrüstungen und Steuerungssystemen. Erfahrene Konstrukteure liefern branchenübergreifend maßgeschneiderte Lösungen, die entscheidend zu Ihrem Erfolg beitragen.

Wir decken alle notwendigen Schritte der Projektabwicklung ab, von der initialen Aufgabenklärung über die Zustandsaufnahme, und das Basic- und Detailengineering, bis hin zur umfassenden Dokumentationserstellung. Zusätzlich überwachen wir die Fertigung in der Werkstatt, die Montage und bieten Unterstützung bei der Inbetriebnahme sowie bei der abschließenden Dokumentation und den erforderlichen Nachbesserungen nach der Inbetriebnahme.

Setzen Sie auf präzise und effiziente Lösungen für Ihre elektrischen Systeme und Steuerungen, die speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

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Unser Prozess

Der Ablauf bei SMART ENGINEERS

Schritt 1
Mit Smart Engineers sind Ihre Schaltpläne normenkonform – und das ohne Aufwand

kostenfreies Erstgespräch

Vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch. Um für jeden Partner exzellente Resultate sicherzustellen, betreuen wir bewusst nur eine begrenzte Anzahl von Projekten gleichzeitig.

Schritt 2
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Gespräch
mit Experten

Einer unserer Experten aus dem Team wird sich telefonisch bei Ihnen melden. Zu dem von Ihnen gewählten Buchungsdatum finden wir gemeinsam heraus, wie genau wir Ihnen helfen können, was Ihre Ausgangssituation ist und welche Ziele Ihnen wichtig sind.

Schritt 3
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Partnerschaft

Sie starten die Partnerschaft und können sich direkt mit dem Experten verbinden.

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Häufige Fragen zur Kurzschlussberechnung

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Was ist eine Kurzschlussberechnung?

Eine Kurzschlussberechnung ermittelt die Ströme, die bei einem Kurzschluss in einer elektrischen Anlage auftreten. Aus der Nennspannung und der Gesamtimpedanz im Kurzschlusspfad werden die Kurzschlussströme berechnet. Diese Werte sind die Grundlage für die Dimensionierung von Überstromschutzeinrichtungen und den Nachweis der Belastbarkeit von Kabeln und Schaltanlagen.

Wie wird der Kurzschlussstrom berechnet?

Der Kurzschlussstrom wird nach dem Ersatzspannungsquellenverfahren der DIN EN 60909 berechnet. Dazu werden die Impedanzen aller Komponenten im Kurzschlusspfad – Netzeinspeisung, Transformatoren, Kabel und Leitungen – ermittelt und zusammengeführt. Aus Nennspannung und Gesamtimpedanz ergibt sich der Kurzschlussstrom. Details zum Berechnungsweg finden Sie im Abschnitt oben.

Nach welcher Norm wird der Kurzschlussstrom berechnet?

Die zentrale Berechnungsnorm ist DIN EN 60909 (VDE 0102), die das Ersatzspannungsquellenverfahren für Kurzschlussströme in Drehstromnetzen definiert. Ergänzend gilt DIN VDE 0100 für den Nachweis der Abschaltbedingungen im Niederspannungsnetz.

Was ist der Unterschied zwischen maximalem und minimalem Kurzschlussstrom?
Was ist der Unterschied zwischen maximalem und minimalem Kurzschlussstrom?

Der maximale Kurzschlussstrom ist maßgebend für die Belastbarkeit: Können Kabel, Sammelschienen und Schaltanlagen die auftretende Beanspruchung aushalten? Der minimale Kurzschlussstrom ist entscheidend für den Schutz: Löst die Überstromschutzeinrichtung auch bei einem kleinen Kurzschluss noch zuverlässig und innerhalb der vorgeschriebenen Abschaltzeit aus? Beide Werte müssen bei einer vollständigen Kurzschlussberechnung ermittelt werden.

Welche Kurzschlussarten gibt es?

Die drei wesentlichen Kurzschlussarten sind der dreipolige Kurzschluss (symmetrisch zwischen allen Außenleitern, höchster Strom), der zweipolige Kurzschluss (zwischen zwei Außenleitern) und der einpolige Kurzschluss bzw. Erdschluss (ein Außenleiter gegen Neutralleiter oder Erde, oft niedrigster Strom). Je nach Netzform und Sternpunktbehandlung sind unterschiedliche Kurzschlussarten für die Dimensionierung und den Schutz relevant.

Was schützt vor Kurzschluss?

Vor Kurzschlussströmen schützen Überstromschutzeinrichtungen wie Sicherungen, Leistungsschalter und Leitungsschutzschalter. Sie unterbrechen den Stromfluss im Kurzschlussfall, bevor die thermische Belastung Schäden an Kabeln, Leitungen oder der Isolierung verursacht. Die Kurzschlussberechnung ist die Grundlage für die Auswahl und Dimensionierung dieser Schutzsysteme.

Ist ein FI-Schalter (RCD) ein Kurzschlussschutz?

Nein. Ein RCD (Fehlerstromschutzschalter) schützt vor Fehlerströmen gegen Erde und damit vor elektrischem Schlag – nicht vor Kurzschluss zwischen Außenleitern oder zwischen Außenleiter und Neutralleiter. Für den Kurzschlussschutz sind Überstromschutzeinrichtungen (Sicherungen, Leistungsschalter) erforderlich. In der Praxis werden beide Schutzsysteme kombiniert.

Wie hängen Kurzschlussberechnung, Netzberechnung und Selektivitätsberechnung zusammen?

Die Netzberechnung liefert die Basis (Netzparameter, Impedanzen). Die Kurzschlussberechnung ermittelt darauf aufbauend die Kurzschlussströme. Die Selektivitätsberechnung nutzt beide Ergebnisse, um sicherzustellen, dass im Fall eines Kurzschlusses nur der betroffene Anlagenteil abgeschaltet wird. Alle drei Berechnungen greifen bei SMART ENGINEERS ineinander.